Bitte haben Sie etwas Geduld beim Laden der Seite, da Sie im Internet die Ware nicht begutachten können, bin ich bemüht, sie mit sehr vielen Fotos zu beschreiben. Das erfordert leider mehr Bilder als üblich, jedoch wird Ihre Geduld belohnt werden.
Leider gab es, fototechnisch bedingt, ein paar Spiegelungen auf dem Glas dieser Uhr, welche sich nicht immer vermeiden lassen. Weiter unten können sie sehen, dass Zifferblatt und Glas makellos sind.
Große, luxuriös ausgestattete, antike Wanduhr, Lenzkirch, 1890/94, mit sehr großem versilberten Zifferblatt, in sehr guter Erhaltungsqualität.
Die Uhr stammt aus Familienbesitz und hat eine Vorgeschichte. Da sie mit der Wicküler Bierbrauerei in Wuppertal zu tun hatte, lasse ich die Firmengeschichte von Lenzkirch mal weg und schreibe stattdessen die der Brauerei in die Firmengeschichte. Die Firmengeschichte von Lenzkirch finden Sie hier.
Eine solche Wanduhr ohne sichtbares Pendel wird im Volksmund Gutsherren Uhr genannt. Dabei handelt es sich um Gehäuse, die in der Erscheinungsform ähnlich denen von Freischwingern, jedoch geschlossen sind.
Das Pendel hängt also nicht unten heraus. Lenzkirch hatte so die Möglichkeit, Tischuhren- oder Pendulen Uhrwerke auch in Wanduhrgehäusen zu verwenden.
Es war einmal eine prächtige Uhr, die in der Empfangshalle der Wicküler-Brauerei in Elberfeld (heute ein Teil von Wuppertal) hing. Die Wicküler-Brauerei wurde 1845 von Franz Ferdinand Joseph Wicküler in Elberfeld (heute ein Teil von Wuppertal) gegründet.
Ursprünglich betrieb er eine Gaststätte in der Wilhelmstraße, bevor er 1853 an der Ronsdorfer Straße eine Brauerei mit Sommerwirtschaft errichtete.
Sein Sohn, Franz Joseph Wicküler, übernahm 1882 die Leitung und führte das Unternehmen zu bedeutendem Wachstum. Doch die Welt veränderte sich, und eines Tages verstummte das geschäftige Treiben um die Uhr.
Die Produktion wurde eingestellt, die Brauerei in Wuppertal geschlossen, und die prächtige Uhr geriet in Vergessenheit. Staub legte sich auf ihr Zifferblatt, ihr goldener Glanz verblasste, und ihr Pendel kam zum Stillstand.
Dann, bei der Gewerbeauflösung der ehemaligen Brauerei, wurde sie von einem holländischen Antiquitätenhändler namens Frederik Wijmans, aus Rotterdam entdeckt. Frederik war nicht nur ein Sammler schöner Dinge, sondern auch ein kluger Geschäftsmann mit einem Sinn für Schönes und Geschichte.
Er betrieb Antiquitätengeschäfte und Blumenläden in Remscheid-Lennep, Lüttringhausen und Wuppertal. Seine Läden waren nicht nur Verkaufsorte, sondern auch Ausstellungsräume, in denen er Antiquitäten als Dekoration verwendete und ihnen so neues Leben einhauchte. Frederik war der Chef meiner Mutter, die bei ihm als Floristin arbeitete.
In seinem Blumenladen in Remscheid-Lennep fand die Uhr schließlich einen besonderen Platz. Dort hing sie inmitten duftender Rosen, leuchtender Tulpen und zarter Veilchen.
Ihr Glas, vor dem Zifferblatt, spiegelte die warmen Farben der Schnittblumen, und ihr Pendel begann erneut zu schwingen, als würde sie auf den nächsten Besitzer warten.
Und dieser ließ nicht lange auf sich warten. Er war quasi vorprogrammiert, denn meine Mutti leitete die Filiale in Remscheid Lennep. Mein Opa, ein Uhrmachermeister, der einst bei Gustav Becker in Schlesien gelernt hatte und nach dem Krieg ein eigenes Schmuck- und Uhrengeschäft in Essen-Kettwig führte, betrat eines Tages den Laden, um meiner Oma einen Blumenstrauß zu kaufen. Sein Blick fiel sofort auf die Lenzkirch-Uhr, die dort in all ihrer Eleganz hing. Er erkannte nicht nur ihren handwerklichen Wert, sondern auch die lange Reise, die sie hinter sich hatte.
Mit liebevoller Sorgfalt prüfte er das Gehäuse, lauschte dem sanften Ticken und spürte, dass diese Uhr eine besondere Geschichte in sich trug. Es war mehr als eine Antiquität – es war ein Stück gelebter Zeit, das ihm ein Stück Vergangenheit zuflüsterte.
Ohne zu zögern, kaufte er die Uhr für meine Oma, um ihr ein zusätzliches Geschenk zu machen, das nicht nur die Zeit misst, sondern auch eine Geschichte erzählt. So fand die Uhr nach einer langen Reise durch die Zeiten ein neues Zuhause in Essen-Kettwig, wo sie im Uhren- und Schmuckgeschäft meiner Großeltern, am Stammensberg, hinter der Kasse hing.
Als sie sich zur Ruhe setzen, nahmen sie die uhr mit nach Ratingen, wo Oma und Opa später ihren Wohnsitz hatten. Dort zählte die Uhr weiterhin die Stunden und trug die Erinnerungen vergangener Tage in sich. Ihr Ticken wurde wieder zum sanften Herzschlag eines neuen Kapitels – ein Märchen, das weiterlebte, von Generation zu Generation, bis sie zu mir kam. Ich restaurierte sie und verhalf ihr zum neuen Glanz.
Da ich beruflich so viel mit Uhren zu tun habe, die ständig wechseln, muss ich nicht so viele eigene Uhren haben. Deshalb biete ich die Uhr zum Verkauf, wenn der Preis für mich stimmt, denn weg ist weg, für immer.
Das Gehäuse ist dezent ausgeführt und sparsam mit Bronzeapplikationen geschmückt. Es gibt 2 Türen, eine Glastür mit Messinglünette, zum schnellen Aufziehen und die Fronttüre aus Holz, die man zum Feinjustieren des Pendels und zur Einstellung des Uhrenschlagwerks öffnen kann. Dieses Modell wird sehr selten angeboten.
Das Gehäuse zeigt keinerlei gravierende Mängel, es ist geruchsneutral, sauber und seidig glänzend. Das Zifferblatt ist makellos, was bei Uhren dieses Alters sehr selten ist. Sie erhalten eine restaurierte Uhr mit Geschichte und einem Uhrwerk, das für die nächsten 10 Jahre keinerlei Wartung benötigt.
Das Uhrwerk stammt von Lenzkirch. Es besitzt eine 6-stellige Seriennummer. Dicke Platinen, feinste Zapfen, Volltriebe und die Graham-Hemmung sorgen für Stabilität, Zuverlässigkeit und Genauigkeit. .
Es wurde einer vollständigen und sachkundigen Reinigung unterzogen. Dabei wurden keinerlei technische Mängel festgestellt. Alle Lager sind in Ordnung, es besteht für die nächsten Jahre kein Handlungsbedarf. die Uhr besitzt einen bemerkenswert schönen Gongschlag.
Maße ca: 68 x 47 x 20 (L x B x T in cm)
Material Gehäuse: Vollholz, Nußbaum Vollholz, Aufsatz und Unterbau ebenfalls Nussbaum vollholz, beschnitzt.
Zustand: Restauriert, wohnfertig
Uhrwerk: Luxusausstattung: Vollplatinenwerk, Graham-Hemmung, Schloßscheiben Schlagwerk
Werkspunzen und Nummern:
Lenzkirch, sechsstellig, 937.6**
Besonders erwähnenswert ist die Gongverstärkung, welche durch einen massiven Klangkörper erzeugt wird, auf dem die Gongspirale befestigt wird. In Verbindung mit der Resonanz des Holzgehäuses entsteht so ein dunkler Ton beim Schlagen und ein langer Nachhall der einzelnen Töne.
Alle meine Uhren kommen mit ausführlicher Pflege- und Bedienungsanleitung, mit der auch Laien die Uhren in Betrieb nehmen können.
Zum Lieferumfang außerdem eine digitale ausführliche Firmengeschichte, sowie die Schlüssel zum Aufziehen.
Die Bedienungs- und Pflegeanleitungen müssen genau befolgt werden, damit die Garantie erhalten bleibt.
In dem Zusammenhang möchte ich nochmal darauf hinweisen, dass Sie nirgendwo sonst eine Garantie auf so alte Uhren bekommen.
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Niemals Möbelpolituren, weil die meisten Polituren Öle enthalten, die tief ins Holz einziehen und den Schellack beschädigen. Meine restaurierten Uhren werden zum Schutz des Schellacks alle mit Wachs konserviert.
Mit Wachs versiegelte Oberflächen dürfen nicht mit Möbelpolituren behandelt werden. Daher bitte nur vorsichtig mit Staubpinsel abstauben.
Die Wicküler-Brauerei wurde 1845 von Franz Ferdinand Joseph Wicküler in Elberfeld (heute ein Teil von Wuppertal) gegründet.
Ursprünglich betrieb er eine Gaststätte in der Wilhelmstraße, bevor er 1853 an der Ronsdorfer Straße eine Brauerei mit Sommerwirtschaft errichtete.
Sein Sohn, Franz Joseph Wicküler, übernahm 1882 die Leitung und führte das Unternehmen zu bedeutendem Wachstum.
Im Jahr 1896 fusionierte die Wicküler-Brauerei mit der Küpper-Brauerei zur Wicküler-Küpper-Brauerei Aktiengesellschaft. Die Uhr erlebte diese Veränderung mit und sah neue Gesichter und Ideen in den Hallen der Brauerei.
Mit der Zeit wurde die Brauerei Teil größerer Zusammenschlüsse, bis sie schließlich unter das Dach der Radeberger Gruppe gelangte.
1994 wurde die Wicküler Brauerei an die niederländische Grolsch-Brauerei verkauft, die es kurz darauf an “Brau und Brunnen” in Dortmund weiterveräußerte. 2004 wurde der Braubetrieb in Wuppertal schließlich eingestellt.
Obwohl die ursprüngliche Brauerei nicht mehr existiert, wird die Marke Wicküler Pilsener weiterhin produziert. Die Produktion erfolgt heute durch die Dortmunder Actien-Brauerei im Auftrag der Radeberger Gruppe. Zudem wird Wicküler Radlervom Friesischen Brauhaus zu Jever hergestellt und abgefüllt.
Das ehemalige Brauereigelände in Wuppertal wurde umgestaltet und beherbergt heute das Einkaufszentrum Wicküler City, das 1996 eröffnet wurde. Es erinnert an die traditionsreiche Geschichte der Brauerei und bietet den Bewohnern Wuppertals eine Vielzahl von Einkaufsmöglichkeiten.
Die Marke Wicküler blickt somit auf eine lange und wechselvolle Geschichte zurück und bleibt durch die fortgeführte Bierproduktion und das Einkaufszentrum in Wuppertal präsent.
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Die Uhr ist sehr schwer. Die Versand- und Verpackungskosten dafür betragen 32,50 €. Der Versand erfolgt versichert, die Uhr wird mittels geeigneter Verpackung sorgfältig gegen Versandschäden geschützt.
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Die Garantie beschränkt sich auf das Uhrwerk und dauert 1 Jahr ab Auslieferung. Für Verschleißteile von antiken Uhrwerken kann allerdings keine Garantie übernommen werden.
Sollten Federn brechen oder sonstige Fehler auftreten, die auf Verschleiß zurückzuführen sind, werden Ihnen während der Dauer der Garantie nur die Materialkosten in Rechnung gestellt.
Eigenmächtige Eingriffe am Uhrwerk haben das sofortige Erlöschen der Garantie zur Folge.
Bei der Uhrenpflege wird leider vieles falsch gemacht. Diese Uhr darf lediglich mit Staubpinseln gereinigt werden. Man kann sie einmal im Jahr mit einer guten, keine Schichten bildenden Möbelpolitur behandeln.
Diese Politur muß Schellack-geeignet sein und sollte genau nach Herstelleranweisung verwendet werden.
Benutzen Sie bitte keine Billigware aus Supermärkten. Meine Kunden haben die besten Erfahrungen mit Clou Glanzpolitur gemacht (nein, ich habe selbst mit der Firma nichts zutun).
Als gewerblicher Händler bin ich bemüht, Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten. Auch bin ich verpflichtet, nach dem Fernabsatzgesetz eine Gewährleistung auf über 100-jährige Uhrwerke zu geben.
Davor drücke ich mich nicht, indem ich wie einige andere Gewerbliche als Privatperson auftrete.
Der Uhrenkauf soll beiden Parteien Spaß und Freude bereiten.
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