Mit dem Begriff Jahresuhren bezeichnet man Uhren mit mechanische Werken, die nur alle 400 Tage aufgezogen werden müssen. Jahresuhren werden auch Drehpendeluhren genannt, bezogen auf das Torsionspendel.
Für Jahresuhren wurden runde oder eckige Pfeilerwerke mit Graham- oder Stiftenhemmung verwendet. Frühe Exemplare hatten zum Teil auch einen Spindelgang. Der Antrieb erfolgt über eine Zugfeder im Federhaus. Das Uhrwerk ist aber so konzipiert, dass es ein sogenanntes Drehpendel (Torsionspendel) antreiben kann.
Die Pendelmasse bestand zunächst aus einer massiven Messingscheibe, später wurden zur Kompensation auch Bimetallreife mit verschiebbaren Gewichten und Quecksilberkompensationpendel eingesetzt. Nachfolgende Exemplare haben vier Stahlkugeln als Pendelgewichte.
Das Pendelgewicht ist an einem feinen Stahldraht aufgehängt, der um seine Achse verdreht wird und als Torsionsfeder wirkt. Die Schwingungen des Torsionspendels sind isochron.
Für einen kompletten Durchlauf einer Schwingung werden ca. zwischen 15 und 30 Sekunden, also eine vergleichsweise lange Zeit, benötigt.
Aufgrund der langsamen Drehgeschwindigkeit geht nur wenig Energie durch den Luftwiderstand des Drehpendels verloren, so können auch mit einem kleinen Energiespeicher lange Laufzeiten erzielt werden. Deshalb verschenkte man die Jahresuhr gern zur Hochzeit, um sie jährlich am Hochzeitstag mit einer angemessenen Zeremonie aufzuziehen.
Der Ursprung der Jahresuhr liegt eigentlich in Amerika. Drehpendeluhren kamen zu Anfang des 20. Jahrhunderts in größerer Stückzahl auf und waren vor allem in den Vereinigten Staaten, in England und in Deutschland verbreitet. Als ihr Erfinder hierzulande gilt Johann Anton Harder (1811–1888), der zusammen mit dem Uhrmacher Lorenz Jehlin am 16. September 1877 ein Patent für ein Torsionspendel erhielt.
Nach Fehlversuchen der Uhrenfirmen A. Willmann & Co. und Gustav Becker, beide in Freiburg in Schlesien ansässig, erhielt Ende des Jahres 1881 August Schatz den Auftrag, Jahresuhren anzufertigen, woraus sich später die Jahresuhrenfabrik in Triberg im Schwarzwald entwickelte.
Nach Ablauf der Patentrechte nahmen einige führende deutsche Uhrenhersteller diesen Uhrentyp ins Programm auf. Als führender Hersteller, mit Service bis in die 2000er Jahre, galt nach der Jahresuhrenfabrik Schatz (bis 1986) auch die Jahresuhrenfabrik Kern.
Nachteile der Bauweise ist ihre Sensibilität gegenüber Erschütterungen, was ihr zu Unrecht den Ruf einbrachte, ungenau zu sein. Eine Jahresuhr, die gut aufgestellt ist und ungestört läuft, kann auch sehr geanu sein. Leichte Toleranzen sind hinzunehmen, die kommen auch bei Wand- und Tischuhren vor.
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Diese große Jahresuhr stammt aus aus der Jahresuhrenfabrik Kern. Sie ist zwischen 50 und 80 Jahre alt. Der Zustand der Jahresuhr ist erstklassig.1 Jahr Garantie!
799,00 € inkl. 19 % MwSt. |
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Mechanische Drehpendeluhren, auch Jahresuhren genannt, gehören zu den Aussterbenden Ihrer Art. Selten hat man die Gelegenheit, eine wirklich funktionierende gereinigte Jahresuhr zu kaufen, weil viele Uhrmacher sich nicht gern damit beschäftigen. 1 Jahr Garantie!
699,00 € inkl. 19 % MwSt. |
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Diese kleine Jahresuhr stammt aus aus der Jahresuhrenfabrik Kern. Sie ist zwischen 50 und 80 Jahre alt. Der Zustand der Jahresuhr ist erstklassig, das Gehäuse besitzt eine 24 Karat Goldauflage. 1 Jahr Garantie!
499,00 € inkl. 19 % MwSt. |
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1 Jahr Garantie!
499,00 € inkl. 19 % MwSt. |
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Die Uhr entstand in der Zusammenarbeit von Franklin Mint und der deutschen Porzellanfabrik Arzberg. 1 Jahr Garantie!
299,00 € inkl. 19 % MwSt. |
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